Ernstfall geprobt: Große Feuerwehrübung im Kindergarten und der Volksschule Waldneukirchen

Was tun, wenn es tatsächlich brennt?

Damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt und auch die jüngsten Waldneukirchner wissen, wie sie sich richtig verhalten, standen am Freitag, 16. Oktober 2026, der Kindergarten und die Volksschule Waldneukirchen ganz im Zeichen der Sicherheit. Gemeinsam mit den örtlichen Feuerwehren wurden Räumungsübungen durchgeführt. Ziel war es, die Abläufe bei einem angenommenen Brand realitätsnah zu trainieren.

 

Die erste Übung führte die Einsatzkräfte in den Kindergarten Waldneukirchen. Durch einen Brand beim Kochen im Erdgeschoss kam es zu einer starken Rauchentwicklung im Gebäude. Während die Kinder gemeinsam mit ihren Pädagoginnen das Gebäude geordnet verließen und sich in Sicherheit brachten, stellte sich heraus, dass eine Person vermisst wurde. Aufgrund der Rauchentwicklung war eine Suche nur unter schwerem Atemschutz möglich. Die eingesetzten Atemschutzträger drangen in das Gebäude vor, konnten die vermisste Person rasch auffinden und sicher aus dem Gefahrenbereich retten. Gerade bei Übungen im Kindergarten ist es wichtig, den Kindern auch die Einsatzkräfte mit ihrer ungewohnten Atemschutzausrüstung näherzubringen, den Kindern wurde im Anschluss gezeigt, wer sich hinter der Atemschutzmaske und Schutzkleidung verbirgt und der Feuerwehrhelm durfte probiert werden.

 

Anschließend ging es für die Einsatzkräfte zur Volksschule Waldneukirchen. Dort stellte sich die Lage noch umfangreicher dar: Durch die Verrauchung waren drei Schulklassen vom normalen Fluchtweg abgeschnitten. Für die Feuerwehren galt es daher, rasch unterschiedliche Rettungswege zu schaffen. Eine der eingeschlossenen Klassen wurde über Leitern ins Freie evakuiert. Die Schülerinnen und Schüler der beiden weiteren Klassen blieben zunächst in ihren Klassenzimmern und dichteten die Türen ab. Nachdem die betroffenen Fluchtwege durch die Feuerwehr rauchfrei gemacht worden waren, konnten auch diese beiden Klassen kontrolliert ins Freie gerettet werden. Damit wurde unter realistischen Bedingungen deutlich, dass bei einer starken Rauchentwicklung nicht immer der gewohnte Fluchtweg zur Verfügung steht und unterschiedliche Möglichkeiten zur sicheren Evakuierung notwendig sein können.

 

Ein herzliches Dankeschön an die Leitung des Kindergartens, die Direktion und die Brandschutzbeauftragten der Volksschule, die Feuerwehren Steinersdorf und St. Nikola sowie an alle teilnehmenden Kameraden der Feuerwehr Waldneukirchen für die hervorragende Zusammenarbeit.